Mitgliederbeiträge: Sport Union Schweiz strebt Vereinfachung der Beitragsstruktur an

18.09.2022 - Die Sport Union Schweiz will ihre Beiträge an die heutigen Verhältnisse anpassen. Dabei handelt es sich nicht um eine Beitragserhöhung, sondern um eine vereinfachte und verursachergerechtere Beitragsstruktur. Das in einem zweistufigen Verfahren erarbeitete neue Beitragsmodell wird im Herbst den Mitgliedsvereinen in einer breiten Vernehmlassung präsentiert.

 

Ausgangslage

Im Rahmen der Strategie 2020-2024 muss eine neue Struktur der Mitgliederbeiträge erarbeitet und das bisherige System wenn möglich vereinfacht werden mit der Begründung, dass die Mitgliederbeiträge die Dienstleistungen des Verbandes widerspiegeln sollen.

 

Folgende Ziele wurden gesetzt:

-   Die Mitgliederbeiträge sind nachvollziehbar, übersichtlich, zeitgemäss und mehrheitsfähig.

-   Sie decken den betrieblichen Aufwandes zu mindestens 55% ab.

-   Im Vergleich mit anderen ähnlich gelagerten Verbänden sind sie attraktiv.

-   Die Diskussion um die beitragslosen Mitglieder wird eingehend geführt.

-   Eine Beitragserhöhung oder Umlagerung muss fundiert begründet werden können.

-   Die Bezugspflicht des Verbandsorgans t&s wird überprüft und im Kontext der medialen Veränderungen bewertet.

-   Die Mitwirkung der Vereine bei der Entscheidungsfindung und der Formulierung der endgültigen Abstimmungsvorlage ist zentral.

 

Prämisse

Da die Mitgliederbeiträge den betrieblichen Aufwand bereits jetzt zu mehr als 55 % abdecken, wird keine generelle Erhöhung der Mitgliederbeiträge angestrebt.

 

Vorgehen

Zu diesem Zweck wurde vor zwei Jahren unter der Leitung des Finanzchefs eine Arbeitsgruppe (AG) gebildet, die in drei Schritten die obigen Punkte bearbeitet hat.

 

Schritt 1:

Grundsatzfragen und Erarbeiten eines neuen Beitragsmodells. Auf Ebene der Präsidenten der Regionalverbände (RV) wurden Grundsatzfragen zu den unterschiedlichen Beitragssätzen diskutiert und beantwortet, sowie die obigen Zielsetzungen ausgiebig diskutiert. Basierend auf diesen Diskussionen wurden Vorschläge für ein neues Beitragsmodell erarbeitet.

 

Schritt 2:

In diesem Schritt ging es darum, die Sicht der Vereine zu erfahren. Dabei wurde klar, dass jede Veränderung in der Beitragsstruktur für die einen Vereine Nachteile und für die anderen Vorteile bringt. Deshalb wurde versucht, die im Schritt 1 erarbeiteten Vorschläge in eine für die negativ betroffenen Vereine tragbare Form zu bringen. Einige Fragen blieben offen und konnten auf dieser Ebene nicht beantwortet werden.

 

Schritt 3:

Auf der Ebene der Geschäftsleitung und Zentralvorstands wurden die letzten offenen Fragen beantwortet und das erarbeitete Beitragsmodell in einer ersten Stufe verabschiedet.

 

Information der Regionalverbände und Vereine

Das neue Beitragsmodell wird an der Planungskonferenz 2022/2 am 22. Oktober 2022 den RV-Präsidenten vorgestellt und dort in der zweiten Stufe zu Handen der DV 2023 verabschiedet. 

Danach erfolgt eine ausführliche Informationsrunde an den Herbstkonferenzen in den Regionalverbänden durch Mitglieder vom Zentralvorstand an folgenden Daten.

 

-  06. 10. 2022 Herbstkonferenz FTSU in Überstorf

-  26. 10. 2022 Herbstkonferenz SUZS in Emmenbrücke

-  26. 10. 2022 Vereinskonferenz SUOS in Widnau

-  26. 10. 2022 Planungskonferenz PNWS in Reinach BL

-  06.02. 2023 Präsidenten- und Jugileiterkonferenz SUSZ, Ort noch unbekannt


Den Vereinen stehen verschiedene Modellberechnungen zur Verfügung, aus denen ihr künftiger Verbandsbeitrag  hervorgeht.

 

Schliesslich müssen die neuen Mitgliederbeiträge an der DV am 22. April 2023 definitiv genehmigt werden.

Wenn dies zutrifft, treten sie am 1. Januar 2024 in Kraft.

 

Eine weitere Information erfolgt im turnen&sport im November 2022.

 

Richard Zünd